Meissner Land und Dresden

**Familie von Berlepsch im Meissner Land und in Dresden **

In der Wiege Sachsens, dem Meißner Land, werden seit vorreformatorischer Zeit durch die Bischöfe von Meißen Weinberge kultiviert. Carl Friedrich von Berlepsch (1753-1802), Herr auf Welsbach (b. Mühlhausen), Kursächsischer Hofmarschall kaufte 1790 das gegenüber der Albrechtsburg gelegene Rittergut Proschwitz und begann dort den Weinbau wiederzubeleben. Er ist somit Vorgänger der heutigen Eigentümerfamilie, des Prinzen zur Lippe. Im restaurierten Schloss Proschwitz kann ein Berlepsches Sittich-Wappen bewundert werden.

Die Seebacher Erwerbungen der Rittergüter Teuchern (durch Heinrich; 1564-1625) und später Gröbitz (durch Otto Heinrich; 1687-1762), beide im Amt Weißenfels gelegen, waren nur schwer wirtschaftlich zu führen, was nach weniger als 200 Jahren zu deren Weiterverkauf führte. Der letzte Besitzer von Gröbitz, Carl Ludwig Gottlob (1777-1842) hatte zudem die Übernahme des Erbkämmereramtes abgelehnt, was ihn von allen hessischen Geschlechtslehen ausschloss und zur Annahme der Chausseegelder-Einnahmestelle in Zehren bei Meißen zwang. Nachkommen dieses Meißner Zweiges leben noch heute in Deutschland, Skandinavien oder sind in die USA ausgewandert.

Im Dom zu Meißen hat Dr. theol. h.c. Dietrich Otto Frhr. v. Berlepsch (1823-1896), ehemaliger Präsident des evangelisch-lutherischen Landeskonsistoriums des Königreiches Sachsen und Wirklicher Geheimer Rat seine Spuren als Domherr hinterlassen. Er war der älteste Sohn des Oberlandforstmeisters August, sein jüngster Bruder der spätere preußische Staatsminister Hans Hermann.

Dietrich wurde in Dresden in der Erbgrabstätte des Dresdner Familienzweiges auf dem Trinitatisfriedhof mit weiteren 19 Familienmitgliedern beigesetzt. Dazu gehören der Oberlandforstmeister August v. Berlepsch und seine Gattin Adolphine, geb. Gräfin von der Schulenburg-Lieberose, deren Sohn Ernst Otto nebst Gattin Anna Marie Friederike, geb. von Egidy sowie deren Sohn Hans August Kurt, Hofmarschall beim Prinzen Johann Georg von Sachsen.