Orte

Landkarte

Barlissen

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Abb.: Der Ringwall von Barlissen, Joachim Jünemann, Göttingen, 1963

Die Brüder Heinrich und Dietrich von Bernewitzko dienten Herzog Otto zu Sachsen und Bayern-Hof. 1070 brachte dieser die Gebiete an der Werra unter seine Kontrolle. Zum Dank für ihre Verdienste wurden die Brüder 1070 zu Rittern geschlagen und erhielten 1079 Burg und Dorf Jühnde als Wohnsitz. Später zogen sie zur Burg Berlevessen (heutiges Barlissen) um. Der Name dieses Ortes entwickelte sich über viele Varianten zum heutigen Namen von Berlepsch. Die Brüder wurden in der Region reichlich mit Burgen und Dörfern belehnt. Ihre Nachkommen gründeten das Kloster Mariengarten und sind in mehreren anderen Orten ab dem 13. Jahrhundert bezeugt.

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Meissner Land und Dresden

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Abb.: Foto Erbbegräbniss der Familie Freiherr von Berlepsch auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden

Carl Friedrich von Berlepsch (1753–1802), kursächsischer Hofmarschall, erwarb 1790 das Rittergut Proschwitz nahe der Albrechtsburg und belebt dort den Weinbau, dessen Tradition bis heute fortgeführt wird. Im Dom zu Meißen wirkte Dietrich Otto Freiherr von Berlepsch (1823–1896) als Domherr und Präsident des evangelisch-lutherischen Landeskonsistoriums in Sachsen. Der Dresdner Familienzweig ist auf dem Trinitatisfriedhof beigesetzt, darunter der Oberlandforstmeister August von Berlepsch und weitere prominente Mitglieder. Nachkommen der Familie leben heute in Deutschland, Skandinavien und den USA.

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Schloß Berlepsch im Werratal

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Abb.: Foto Schloss Berlepsch im Werratal

Schloss Berlepsch an der Werra, seit dem 13. Jahrhundert im Besitz der Familie von Berlepsch, wurde 1298 von Arnold von Berlepsch und seinem Sohn Hans zum Schutz der Handelsroute errichtet. Nach der Pest von 1392 und wechselhaftem Besitz blieb die Familie trotz Widrigkeiten wie dem Dreißigjährigen Krieg Eigentümer. Im 19. Jahrhundert wurde die Burg in ein Schloss umgebaut und ist bis heute im Familienbesitz.

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Seebach

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Abb.: Foto Burg Seebach

Seebach in Thüringen, eng verbunden mit der Familie von Berlepsch, wurde 1307 als Burg im Auftrag des Kurfürsten von Mainz erbaut. 1523 erwarb Hans von Berlepsch die Burg, und Kaspar von Berlepsch begründete das Kloster-Gut Seebach. Im 19. Jahrhundert machte August Freiherr v. Berlepsch mit der Erfindung beweglicher Bienen-Wabenstöcke das Schloss bekannt, während Hans Hermann Freiherr v. Berlepsch eine Vogelschutzwarte einrichtete. Nach 1945 wurde der Familiensitz enteignet und umgewandelt. Heute gehört die Vogelschutzwarte zur Thüringer Umweltanstalt, und das von Jutta Freiin v. Berlepsch gegründete Jugendheim wird öffentlich betrieben.

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Die Wartburg

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Abb.: Foto Wartburg

Hans Sittich von Berlepsch, Amtmann der Wartburg, betreute Martin Luther während dessen Aufenthalt auf der Wartburg (1521–1522). Berlepsch sicherte Luthers Schutz und half, dessen Verwandlung in einen Adligen glaubwürdig darzustellen. In dieser Zeit übersetzte Luther das Neue Testament ins Deutsche. Ihre Freundschaft, geprägt von theologischen Diskussionen, währte bis zu Berlepschs Tod 1533.

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